Posted on: Juni 24, 2021 Posted by: Wolfgang Keuter Comments: 1
Zwei Schauspieler auf der schwarzen Bühne. Sie zeigen archetypische Figuren. Einer ist in grünes Licht getaucht.

 Corona verlangt Bewusstseinsveränderung

Wolfgang Keuter mit zwei Schauspielern in den Proben. Er sitzt links für der Bühne und motiviert den Spieler auf der rechten Seite mit seiner Methode Slow Acting.. Beide Spieler halten ein Textblatt in Händen. Die Bühne ist mit grünem und weißem Licht beleuchtet.
 

Das Bewusstseinsveränderung zum Stimmigen hin geschieht bei Krisen, durch die auf das Transpersonale ausgerichtete Methode Slow Acting-Schauspiel, ist zigfach erfahren worden. Die stärksten schöpferischen Leistungen erwachsen aus Krisen. Doch im außen gibt es immer weniger die Möglichkeit zur echten Umwandlung und  Sicherheit. In fast allen Bereichen kriselt es gewaltig. Wo ist noch Beständigkeit zu finden, echte Orientierung und Qualität? Sie schwindet in Politik, Religion, Pädagogik und Psychologie, in den therapeutischen und künstlerischen Ausrichtungen auch und in diversen anderen Berufen.

Eine Utopie bekommt konkrete Gestalt

Der Zeitgeist ruft auf die Sicherheit und Wandlungsvorgänge im eigenen inneren Grund zu finden. So bekommt die Bezeichnung zu Grunde gehen auch ihren qualitativen Sinn wieder. In den eigenen Grund finden durch kontemplative Eindrucks- und Ausdrucksübungen, für unsere Bühne und für Deinen persönlichen Alltag ist sinnvoll. In Deinem inneren Gund findest Du Anschluss an die eigene Wurzel- und Schöpferkraft. Stelle ihn Dir vor wie eine große weite Schale die Dir aus überraumzeitlichem Raum Sicherheit gibt und Orientierung.
Seit jeher ist die Bühne der Ort wo dieses Eingehen geschehen kann und damit auch das erneuerte Aufgehen. Manche nennen diese ein Mysterium. Dein innerer Grund ist Basis- und Atemraum.
In vielen Übungen trainieren wir die Wahrnehmung für ihn und an seine Annäherung. Aus ihm kommen die vitalen Impulse, die nach Expression drängenden Energien, Deine persönlichen und die kollektiven.Und finden sie in einer Bühnenfigur Gestaltung ist das ein Schritt in Richtung Wandlung. Die Krise geht ihr meistens voraus und so sind sie miteinander verschwistert. Nun lernst Du aber mit diesem Gegensatzpaar spielerisch, schöpferisch und gestalterisch umzugehen, wirst Schöpfer und Geschöpf zugleich. Auf unserer Bühne und auf Deiner Lebenbühne außerhalb. Auch sie sind miteinander verschwistert.

Pragmatisch. Initiatisch

Unser Schauspiel-Training vermag in Richtung Wandlung viel.
Schon die allererste Empfehlung Dich durch das Kinhin beispielsweise persönlich zu verfremden und darauf aufbauend zu einer überpersönlichen Bühnenfigur zu werden, bedeutet Wandlung. Da geschieht auch, schon bewusst oder unbewusst die Verschiebung Deiner Wahrnehmung vom Körper, den Du hast zum Leib  – der Du bist.  Du lebst und gestaltest Dich und Dein Schicksal aus Deinem Leib, umso mehr wie es Dir gelingt, das fremde Schicksal einer Bühnenfigur zu erfahren und zu physikalisieren.

Der Leib, er wird auch der unverwesliche Doppelgänger genannt

Unsicherheit. Intuition
Die Spieler in Wandlung21 spiegeln die Zeit. Denn sie zeigen uns ein Spiel ohne Sicherheit, ohne  fest fixierte Handlungen und Partituren.  Sie erfahren und zeigen uns wie sie mit dieser Situation schöpferisch umzugehen versuchen. Sie zeigen wie Krisen und existentielle Unsicherheit umgewandelt werden kann in den Zustand, sich wieer seiner Selbst sicher zu Sein.
Wir sehen den Spielern dabei zu.
Möglicherweise verändert sich beim zuschauen, hinhören und wahnehmen die gewohnte Hör- und Sehweise, vielleicht auch die alltägliche Wahrnehmung?

Schöpferisch-Sein
Das ist ein initiatischer Augenblick, wenn auf der Bühne im Moment höchster Unsicherheit und Leere ein Genius erscheint in Gestalt einer einfallenden Übung, eines bestimmten Atemrhythmus oder eine der zigfach geübten Gebärden, vielleicht als Wort, Textfragment, manchmal auch in den sich plötzlich verändernden Atempausen und Betonungen oder Stimmlagen, Gehweisen oder spontanen Interaktionen. Sie fallen inspirierend ein und beleben den Spieler. Er re-agiert darauf und die Situation und Athmosphäre verändert sich plötzlich. Der Urknall wiederholt sich und Schöpfung geschieht.

Aus trainiertem Unbewussten (Suzuki) geschieht in diesem Moment auch Umkehr. Das Schöpferische wird wirksam im Spieler und in denen die ihm zuschauen. Da entfaltet sich zwischen den Spielenden und den Zuschauern etwas, das mystischen Charakter haben kann. In diesem Moment gerinnt die Zeit, durch die kontemplative Kunstform unserer Spielweise.

Was Du in Dir verwandelst – wandelt Dich mit

Immer ist der springende Punkt die künstlerisch-initiatische Tat im innen und im außen, symbolisch und materiell. Du kannst darauf vertrauen, das Dir dafür Gestaltungskräfte mitgegeben wurden. Vor allem in unserer Spielweise kannst Du sie erfahren und mit ihnen Deine Bühnenfigur und so Dich Dich selbst aufbauen. Wandlungsschritte zu einem Leben als homo ludens, als spielender Mensch. Wir ehren diese Gestaltungskräfte in unseren Ritualen.

Die Bühne ist traditionell als Wandlungsraum eingerichtet
Sie will Imagination und Verkörperung, Übungen im Stile des Zen, den geheimnsivollen Gesang aus dem Ursprung, fordert Stopp und Stille, das Ernstnehmen von Träumen und Visionen, will das Wahre und die Befriedung des transpersonalen Wunsches nach Erleben von Erhabenem und Ewigem.

Viele Ausdrucksübungen sind von universellem Charakter.
Sie geben Halt durch die Rückgebundenheit an etwas, das größer und wissender ist als wir je sein können. Im Zustand des schöpferischen Gestaltens nimmst Du bewusst oder unbewusst, Anteil daran.
Die alten schamanischen Schaukünste, Fruchtbarkeitsrituale, Jagdzauber und Mysterienspiele hatten alle Wandlung zum Ziel. Z. B. in den archetypischen Altersübergängen des Lebens zum Tode und umgekehrt. Damals war der Spieler der von der Ritual-Spielfäche ging, nicht mehr dergleiche der er vorher war. So heißt es. Und die welche ihm zugeschaut haben sollen ebenfalls an der Katharsis angeschlossen gewesen sein. So heißt es. Was ist davon noch gültig und erfahrbar?

Katarsis meint innere Umkehr, Buße, Änderung bisheriger Lebensauffassung hinsichtlich der Suche nach dem Sinn des Lebens, Umstellung von Einstellungen des Bewusstseins dem Unbewussten gegenüber.

In Wandlung21 sind die Spieler auf dem sich ständig wiederholenden Kreisweg, die Rotunde.
Sie bwegen sich auf dem Kreis im Kreis, dem universalen Symbol und umkreisen die Mitte, wie das Bewusstsein den innersten Wesenskern. Ein sich ständig wiederholender Ritualweg im individuellen atemrhythmischen Gehen. So wird er beschritten. Ein Exerzitium, dieses Kinhin aus japanischen Zen-Klöstern. Es wird bis heute auf der Nô-Bühne zelebriert in hoher Kunstfertigkeit. Es ist der Weg der nach langer Zeit kontemplativen Übens sich irgendwann von selbst begeht.

Bewusst gelebte Unsicherheit auf der Bühne wird von den beiden Spielern in Wandlung21 erfahren und gezeigt. Es ist das symbolische Sich-Anvertrauen an die ursprüngliche Weisheit des ungesicherten Weges. Können wir anders, im übertragenen Sinn , in diesem kollektiven Dilemma alter Ethik überleben da der Zeitgeist uns Bewusstheit und Mut zur Wandlung auferlegt?

Weg der Wandlung

Wandlung ist auch Dein in Fleisch und Blut übergehendes Hinübergleiten von einer Daseinsform in die andere, also in ein anderes Da-Sein. Das  schenkt Dir die Bühne als echte Lebensqualität und mit ihr auch das echte Selbst-Bewusstsein. Oft wird erzählt, das Leben auf der Bühne mehr LEBEN enthält als das alltägliche Leben.
Dazu braucht es die Einhaltung von Spielregeln, unbedingte Ehrlichkeit in den szenischen Übungen, Langsamkeit und Präsenz natürlich, die Wahrnehmung Deiner Atembewegungen, ihre und sprachliche Führung. Auch hier wieder als Gegensatzpartner zur Kontemplation die Expressivität, die zu unserer Spieweise dazu gehört.  Wieder ein Akt der Integration der zu Deiner Wandlung, nämlich ein individuierter Spieler zu SEIN, beiträgt. Also deine Leidenschaft umarmt sich mit dem Ritual. Das ist wirklich wieder ein Schritt der LEBEN gelingen lässt. Wie wunderbar ist die Tatsache, das Wandlung und die Bedingungen in der sie möglich wird im Slow-Acting-Schauspiel geprobt wird, da es Program ist. Wo sonst?

Es geht nicht um das was Du tust, sondern wie Du es tust. Im WIE findest Du zur Wahrnehmung Deines Grundes und dazu gehört als allererstes die Langsamkeit und Deine kontemplative Konzentration.  In diesem Prozess wirst Du zur Gestalt-Werdung gefordert und zum Willen es wirklich zu tun und zum Mut das Ergebnis in verfremdeter Weise zu zeigen.

Du bist das Konzept

Weniger Ich und Rational sein

Wir haben während der Entwicklung von Slow Acting-Schauspiel gelernt den Vorgaben eines Dichters, eines Textes, einer Regieanweisung und wandlungsverhindernden, spießigen Konventionen, keinem Metrum, keinem Vorurteil, keiner Negativbewertung und nicht dem Diktat eines Über-Ich … nachzugeben.  Du bist das Konzept, wir alle im Ensemble sind das Konzept wie eine gemeinsame, noch unbewusste Partitur die zu heben, zu leben und zu spielen ist.

Spielend leben – stimmig sein

Tabus überschreiten

Zwei Schauspieler auf der schwarzen Bühne. Sie zeigen archetypische Figuren mit Gebärden aus dem Slow Acting-Fundus.

Das Überschreiten von Tabus als Übung, gehört zum täglichen schauspielerischen Handwerk. Das ist nicht einfach. Darum gehen wir behutsam vor, mit Vorsicht, differenziert und stilvoll auf die innere Zeit achtend, manchmal initiatisch wenn einem Durchbruch ins Eigene und Wahre  nachgeholfen werden sollte. Dieser Durchbruch zum eigenen schöpferischen Wesen ist überlebenswichtig in dieser eng gewordenen Welt, die immer mehr bestimmt wird vom wandlungsfeindlichen Ego, vom wissen Wollen, statt in die Weisheit zu finden, Profanierung überall, Banalität und Seelenlosigkeit. Um einen Ausgleich zu schaffen für unser Gemüt, begünstigen wir das Irrationale und Absurde, das Unverständliche und Nicht-Rationale. Sie sind der Ursprung von allem.
Im übrigen ist dieser Ausgleich nicht nur für uns Spieler zum Selbstzweck erfunden, auch für den Zuschauer zur Spiegelung. Kunst kommt ja von können und künden!
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Qualität der Tiefe

Zwei Schauspieler auf der schwarzen Bühne. Sie zeigen archetypische Figuren. Einer ist in grünes Licht getaucht. Eine typische Szene bei slow Acting.
Proben-Szene Wandlung21

Auf dem Psychomarkt gibt es heute viele Angebote die Selbsterfahrung versprechen aber lediglich in die Icherfahrung führen. Denn seine Übungen, Methoden und Empfehlungen haben meistens ihren Anschluss an das Transpersonale verloren. Dadurch bleiben sie flach, trivial und profan, befriedigen häufig die Sensationslust, die Faszination und Eitelkeit. Waren die Angebote ursprünglich einmal WEGE zum Selbst, führen sie nun ins Welthafte. Was soll daraus werden wenn selbst die geheimsten Rituale und Übungen schon per Mail oder in Workshops an jeden und jede verschachert werden?

Der Horizont erweitert sich nicht wenn sich das Egohafte nicht transzendieren kann. Was für ein Verlust da viele Angebote in Yoga, Meditation, Zen, Imagination, Entspannung usw., stecken bleiben in leistungssteigerndem Fitnesstraining, mehr nicht. Das kommt dem an Leistungssteigerung orientierten Kollektiv zugute. Das individuelle Wesen verhungert, dem Subjekt wird kaum eine Cahnce gegeben.  Auch die pragmatische Psychologie- und Kunstausrichtung führt oft in diese Fehlentwicklung. Auch hier ist von der unterschwelligen Qualität der Tiefe kaum etwas zu spüren, was nicht verwundert da sie ohne  Psyche und ohne das Unbewusste auskommen. Vorschnell wird abgespaltene, himmelnde Intellektualität schon für Spiritualität gehalten und eitler selbstgefälliger Ausdruck schon für Kunst.
Die transpersonale Substanz bleibt leider unbewusst, da die Rationalität sie nicht zuläßt. Da entsteht ein Stau im kollektiven Unbewussten, da auch das Maß verlorengeht und das Maßlose aufgeht ohne Mitte-Bewusstheit. Jeder Atem der vom Zwerchfell kommt ist immer auch ein Schritt in die Mitte die uns Gleichgewicht vermittelt.

In WANDLUNG21  hat die Ratio kaum eine Chance zum Zugriff. Denn sie gleitet ab im Vorgang der Wahrnehmung. Die Entwichtigung der Ratio befreit auch Deine ursprünglichen Handlungs- und Entwicklungsimpulse. Du erfährst sie nun intensiv und findest darin auch den künstlerischen Willen sie zu physikalisieren und zu zeigen. Sie sollten jedoch nicht durch unbewussten Bewegungsdrang zur Abreaktion verkommen. Es geht nicht um ihre Entladung sondern darum die ursprünglichen Impulse zu stauen.
Tatsächlich empfehle ich auch ein Stauprinzip, das ich empfehle. Vergleiche es mit einem Stausee. Die Energien werden darin zunächst aufgefangen. Je nach Situation und Szene gibst Du sie verzögert und verlangsamt ab. Käme die Energie in Prozessen der Abreaktion wie aus Rinnsalen ständig heraus, würde der Energie die gesteuerte Kraft genommen. Ich nenne diese Methode ritualisierte Spontaneität.

Das Ritual hilft

Freiheit ist nur erlebbar durch Einschränkung

Viele Slow Acting-Ausdrucksrituale schränken Dich möglicherweise ein, erzeugen Stau in Dir, regen Widerstand gegen sie an. Das löst sich in dem Moment wo Du solchen Einschränkungen nachgibst und sogar erleben kannst, das sie Dich in eine bisher nicht geahnte Freiheit führen. Wandlung auch hier.

Und viele sind verwandt mit den initiatischen Einweihungs-Ritualen früherer Mysterienspiele. Sie tragen Dich in die so besondere Spiel-Sphäre die gefüllt ist mit Lebensqualität durch universale Substanz. Sie sprechen auch die transzendete Dimension in Dir an. Du hast Anspruch darauf.
Wie Du siehst ist die Frage nach Deinem individuellen WEG auf unserer Bühne und auf Deiner Lebensbühne im persönlichen Alltag,  ist immer zentral. Sie ist vom Kopf nicht zu beantworten. Die Antwort muss aus der Tiefe Deines inneren Grundes kommen. Das tut sie auch weil das zu Grunde gehen im Slow Acting-Schauspiel ein schöpferischer Akt ist.

 AndersWerden. Du Selbst werden

Auf die innere Spur kommen.

Wer sein LEBEN der Weisheit des eigenen und darum ungewissen WEGES anvertraut wird oft von der Gesellschaft an den Rand gedrängt, wird gemobbt, sogar ausgeschlossen. Dann ist es gut Teil einer Gemeinschaft zu sein in dem jeder Einzelne auf seinen eigenen Entwicklungs-Weg achtet aber den der anderen anteilnehmend mit im Auge hat. Slow Acting mit dem Verein TheaterLabor TraumGesicht e. V. ist eine solche Gemeinschaft. Sie verbindet, gibt Halt und Raum. Uns alle verbindet wohl die Bereitschaft der Spur zum inneren Schöpferischen Menschen hin zu folgen. Die Bezeichnung Weg  meint etymologisch auch Spur, meint also Sich-Selbst auf die innere Spur kommen. Spürend, statt denkend und grübelnd.
Dazu werden auf der Bühne physische und psychische Fehlhaltungen bewusst. Z. B. mangelnde seelische Tiefe, aufgesetzte Inroversion, ausdruckshemmende oft sich überlebt habende Regeln, negative Bewertungen und Vorurteile. Sie u. a. verhindern die Findung seelisch gefüllten gebärdenhaften Ausdrucks um den ja grundsätzlich geht auf der Bühne, wenn man kein Theater machen will.  Sichtbar wird auch mangelnde soziale Kompetenz, eitles Gehabe, ein aufgblähtes Ego, Beziehungs- und Berührungsscheu, ….  Doch eines schönen Tages leuchte plötzlich das Traumgesicht in einem Spieler auf. Was früher wegen mangelnder seelischer und körperlicher Durchlässigkeit nicht möglich war erscheint nun in anderem Licht. Die regelmäßigen Rückmeldungen spielen dabei eine hrausragende Rolle.

Unser Experiment Wandlung21 folgt dem Leitsatz: So weit sind wir gekommen. Also auch das Unfertige, das noch Unreife, klein Gebliebene darf sich zeigen und sollte sich nicht schämen.
In diesem Sinn zeigen die Spieler Nikolai Karasch die Figur B und Martin Pyka die Figur A.
Dieses Spielprojekt wurde begleitet von Sigrid Loose, als Chronistin, von Doris Horn, Dramaturgin, von Gianni Sarto und seiner Kamera mit darauf folgenden Cats, seinen Masken und Kostümen und von Antje Orentat, mit Lichttechnik und anderen dankenswerten Handreichungen.

Mein Dank geht an das Ensemble, an das Kulturamt Düsseldorf, an die Kulturstiftungen der Sparkassen Düsseldorf und Rheinland, und immer wieder an unsere treuen Spender, Förderer und Freunde. Ohne ihre Förderung hätten wir dieses Projekt nicht zur Aufführung bringen können.

Also, bleib uns treu.
Oder komm mal dazu.

Noch ein Hinweis. Er liegt mir im Herzen

In meinen Texten, bei mündlichen Anweisungen und Dialogen, verwende ich bewusst die bekannten, männlichen Begriffsvarianten.
Ich beziehe mich auf Dich als Person, nicht auf Deine ethnische Herkunft, Religion, Deine sexuelle Identität, Behinderung oder auf Dein Alter.

Wolfgang Keuter. Spielleitung.
31. 7. 2021

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  1. Immer wieder bin ich sehr berührt von der Tiefe des sprachlichen Ausdrucks hier im geschriebenen Wort. Wie so oft, lieber Wolfgang, haben wir eine übereinstimmende Haltung und kommen doch aus völlig unterschiedlichen Richtungen. Das macht es sehr lebendig und spannend. Die so sehnsuchtsvoll erhoffte Sicherheit hatten unsere Vorfahren im Krieg, oder noch älterer Generationen vor der Industrialisierung auch nicht. Sie ist letzlich auch eine Illusion und gibt eigene Verantwortung ab an verwaltende Autoritäten. Zu dem hohen Preis der Aufgabe eigener Freiheit.
    Wir Menschen können aber viel mehr als wir uns oft selbst zutrauen, auch darin steckt System.
    Und Du/Ihr Theaterlaboranten beweist auf vielfältige Art und Weise immer wieder, welcher Genius in jedem einzelnen Menschen steckt, wenn er denn mutig angenommen und vorurteilsfrei in ansteckender Lebensfreude ausgelebt wird. Nur der Wandel hat Bestand. Genau. Heute ist nichts, wie es gestern war. Jede Begegnung verändert uns, jeder Ort, jeder Input von Außen oder dem eigenen höheren Selbst.
    Und das kann selbstgestaltet eine sehr fröhliche, befreiende Botschaft sein. Es gibt ein sehr schlichtes, chinesisches Sprichwort.

    „Seine Schönheit liegt in der Schlichtheit – Angst klopft an die Tür, Zuversicht öffnet – keiner da!“

    Herzlichen Dank allen TheaterLaboranten für Eure wundervolle Arbeit.

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