Posted on: Oktober 5, 2020 Posted by: Wolfgang Keuter Comments: 0
Wolfgang Keuter trägt einen grünen Pulli und kommt auf der Bühne aus einer dunklen Ecke mit starker Mimik hervor.

Krise und Wandlung

Dramatische Umbrüche  provozieren Krisen. Das wissen wir. Doch provozieren sie auch den bewussten, schöpferischen Umgang mit ihnen. Das wissen nicht viele. Es ist ein archetypisches Kernthema früherer Mysterienspiele. Darum knüpfe ich mit meiner Methode Slow Acting-Schauspiel an diese an.

Immer schon ist die Bühne der Ort gewesen, an dem Krisen und Wandlungsprozesse bewusst durchlebt und gezeigt wurden. Zum Beispiel noch heute als Spielzeremoniell und hochstilisiert im japanischen Nô-Theater. Auch die Slow Acting Bühne gibt nach dem Vorbild früherer Mysterienspiele Raum für Entwicklungswege, die von der Initiation zur Individuation und vom Persönlichen zum Transpersonalen führen können. Das ist abhängig von Deiner persönlichen und zeitlichen Einlassung.

Der zukünftige Mensch wird Mystiker und Spieler sein. Oder er wird nicht mehr sein. K. Rahner

Übung. Spiel. Ritual

Wandlungen beginnen auf unserer Bühne durch den Vorgang einer bewussten Verfremdung. Das meint, dass Du spontane Impulse und Bewegunsgabläufe verzögerst und auch verlangsamst.
Schwellenübergänge sind das.
Sie bieten Dir auf dem Weg von der naturalistischen Sphäre in die Sphäre der Ritualisierung, besondere Genüsse. Dazu gehören die bewusst vollzogene Langsamkeit und der Gewinn an der so kostbaren inneren Zeit.
Genuss findest Du auch in der Erfahrung von Lebens-Spiel-Glück. Über die Bühne hinaus wirken die sinnlichen, seelischgeistigen und leibkörperlichen Ausdruckserfahrungen schöpferisch in Deinen persönlichen Alltag hinein.
Der Schwellenübergang, er führt durch Verfremdung Deiner Pivatperson ins künstlerisch-initiatische Schauspiel. Er öffnet in Dir einen weiten inneren Raum. In ihm spürst Du, wenn Du Dir alle Zeit der Welt gibst,  das geheimnisvolle Geschehen, das Wandlungen bewirkt und gleichzeitig auch was Dir seine stimmige Verkörperung möglich macht.

Spielendes Üben. Übendes Spielen

Zum noch besseren Verständnis:
Slow Acting-Schauspiel erinnert in manchen Momenten an die Spielweise östlicher Theaterkunst. Es ist verwandt mit dem japanischen Nô-Spiel und dem Zen.
Durch Verfremdung lässt Du das alltägliche Verhalten los und lässt Dich ein auf den ritualisierten, fast feierlichen Ausdruck einer Bühnenfigur.
Sie wird einem Bühnenstück entnommen, sie kommt aus Deinem eigenen Inneren, oder sie wird Dir von Gruppenteilnehmer*innen empfohlen. Im Slow Acting-Schauspiel trittst Du also zurück. Sehr frei nach:
Johannes, 3,30:
Du musst kleiner werden damit Deine Bühnenperson wachsen kann.
Ein wundervoller Vorgang ist dieses Üben an Dir Selbst, im schöpferischen Prozess des Erlebens und  Gestaltens.

Gewinn an Lebensqualität

Initiatische Ausdruck- und Wahrnehmungsschulung

Wolfgang Keuter sitzt im grünen Pulli auf der schwaren Bühne. Er leitet das Schauspiel-Studium und beobachtet die Teilnehmer*innen

Der Weg ins Slow Acting-Schauspiel führt Dich durch das Theaterlabor zum mysteriösen Traumgesicht durch Übungen.
Z. B:

  • Atemrythmisch und ritualisiert  –
    Gehweisen mit universellen Hand- und Leibgebärden, meditative und expressive Ausdrucksübungen mit dem Atem und der Stimme, dem Vokal- und Improgesang, dem Gesang aus dem Ursprung, den szenischen Übungen mit sehr unterschiedlichen Rollenspielen, dialogische Interaktionen …
  • Die regelmässigen Rückmeldungen geben Dir Orientierung bei der Eigen- und Fremdwahrnehmung
    Im Slow Acting-Schauspiel schulst Du, bewusst und unbewusst, die Zusammenführung von Leidenschaft und Disziplin, auch andere Gegensätze. Darin liegt die große Chance, das Dein individuelles LEBEN gelingen kann. Auf der Bühne und in Deinem persönlichen Alltag!

Mystisch

In diesem Monat bekamen Gianni Sarto und ich ein Stipendium vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Es soll ausdrücklich der Slow Acting-Schauspiel Forschung und seiner Umsetzung dienen. Insbesondere im künstlerischen Feld eines modernen Mysterien-Spiels.

Aus Erfahrungsberichten

Meine Resilienz wird auf der Bühne gestärkt, durch meditative Wahrnehmung und Intensivierung von eigenen, wesensgemäßen Bedürfnissen und Ansprüchen.” R. K.

Ich lerne das Loslassen und Umwandeln meiner unrealistischen und unreifen Vorstellungen.” S. O.

Neue Möglichkeiten habe ich in den szenischen Übungen entdeckt, um kreativer mit schwierigen Situationen umzugehen.” L. P.

Ich konnte viele vermeintliche Fehler erkennen und immer besser in schöpferische Kraft umwandeln. Diese Bühne ist großartig.” T. P.

Die echten Impulse auf der Bühne tatkräftig umsetzen, das habe ich gelernt. Und nach einer Weile konnte ich mit dem geübten Bühnenmut das längst fällige Turnaround wagen.” N. I.

Das Leben spielen und schöpferischer leben. Diese Sehnsucht erfüllt sich jetzt durch Slow Acting.” O. Ä.

Ich freue mich auf die schöpferische Zusammenarbeit mit Dir.
Wolfgang Keuter

Wenn Du mehr Informationen bekommen möchtest, besuche uns auf der Webseite des TheaterLabor TraumGesicht oder rufe uns an: 0211 – 158 003 48

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