Ein Weg zur eigenen Mitte oder das ahnend-wissende Staunen

Slow Acting: Den Kopf ins Hara bringen

Stilisiertes Gesicht auif PApier mit Tusche gezeichnet.Auf dem Weg zur eigenen Mitte ist im Laufe jahrzehntelanger Coachings immer deutlicher geworden, das der LeibKörper das eigentliche Medium ist, das zur Selbstverwirklichung und Selbstgestaltung führt. Sein Zentrum ist  Hara, die Leibmitte des Menschen (Graf Dürckheim). Hara ist ein japanischer Ausdruck,  kein japanisches oder buddhustisches Vorrecht. Es bezeichnet eine Erfahrungstatsache  allgemeiner menschlicher Erfahrung und Bedeutung. Sie ist eine auf den eigenen Wesenskern, den ganzen LeibKörper mit einbeziehende, Gesamtverfassung.
Um die Wahrnehmung für diesen Bereich zu entwickeln lohnt sich alles Üben.

Die Bewusstwerdung und Differenzierung des LeibKörpers zielt auf seine Mitte. Daraus ergibt sich eine stabile, nachhaltige Verankerung im Hara. Mit ihr geht die Entwichtigung einer Vorherrschaft des Kopfes und der Ratio einher. Dieser Vorgang befreit die Chance für eine tiefe Begegnung mit dem eigenen Wesen und seiner Fülle. So kommen wir auf den Weg spielerischer Freiheit. Das Leben selbst wird zum Spiel. Für seine Einübung steht im Slow Acting eine Probebühne bereit.

Begegnung mit der Tiefenperson.

Yin und Yang

In dieser Begegnung sind alle Gegensätze aufgehoben. Wir erleben uns EINS. Dieser Zustand dauert nicht ewig. Aufgabe ist diese immer wieder neu miteinander zu verbinden um allmählich eine dauerhafte Integration zu erreichen. Vorbild ist das Yin und Yang-Symbol.  Die schöpferische Tat zur Integration des Unvereinbaren ist uns aufgegeben. Slow Acting schafft die Möglichkeit das Gegensätzliche nicht nur zu erfahren, sondern auch zu vereinigen. Einige Medien:

Spiel, Ritual und Übung
Schauspiel
und beim meditativen Zeichnen

Aus der Spaltung von: Entweder / Oder herauszukommen. Bei dieser Weise erweiterteter Bewusstwerdung durch Integration ist die intensive Wahrnehmung des LeibKörpers wesentlich. Er ist Vermittler in dem großen Werk der Arbeit an sich Selbst im schöpferischen Prozes des Wahrnehmens und Gestaltens.

Unser Bewusstsein schafft sich ja nicht selber, es quillt auf aus unbekannter Tiefe … Es ist wie ein Kind, das täglich aus dem mütterlichen Urgrund des Unbewussten geboren wird. (C.G. Jung)

Aus der eigenen Mitte heraus zu leben garantiert ein schöpferisches, gelingendes Leben. Wir kommen in die Lage in spielerischer Weise das private und das beruflichen Leben zu ordnen.  Nur aus der gewonnenen Substanz der Integration von Übergegensätzlichen können stimmige Entscheidungen getroffen und Probleme authentisch gelöst werden. Die wesensgemäßen Bedürfnisse und Ansprüche werden wahr und ernst genommen.

Wahrnehmung ist die wichtige Funktion  für ein erweitertes Bewusstsein

Gegenwärtig Sein verlangt nach Übung, manchmal Exerzitien, auch professionelle Begleitung. Die Slow Acting-Einzelstunden bieten für diesen Vorgang Raum und Zeit.

Authentischer Ausdruck

Wir schulen die Kunst der Wahrnehmung in der heilenden und ordnenden Kraft der Stille, manchmal im Stile des Zen. Wir schulen sie im meditativen Sitzen, Stehen, Gehen. Es erwächst die erweiterte Wahrnehmung des gesamten LeibKörpers. Auch archetypische Gebärden und authentischer Ausdruck in unterschiedlichen Bewegungsabläufen, in der Metaphysik des Atmens, in der Verkörperung geistseelischen Eindrucks, beim aktiven Imaginieren und bei der Traumentschlüsselung.

Ahnend wissendes Staunen

Wir gehen mit vielen Übungen ins kultische Erleben, das sonst kaum noch zugelassen wird und verlassen bewusst die Sphäre des Alltags. Ziel in Slow Acting ist die kontemplative Lebenshaltung. In ihr wenden wir uns der Person der Tiefe und ihrer leibhaften Verkörperung zu. Sie kommt durch unsere trainierte LeibKörper-Bewusstheit in die Außenwelt. Dieses Erleben macht Staunen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.